Archiv der Kategorie: Politik

Nach der Bayernwahl und den Länderspielen

Der Austausch von Personal ist sowohl im Fußball als auch in der Politik äußerst sinnvoll, zumal wenn das alte Personal schwächelt oder stört statt hilft. Insofern sollte Herr Seehofer den Hut nehmen, aber auch Frau Merkel sollte endlich das Signal wahrnehmen und eine vernünftige Nachfolgeregelung treffen.
Die Lust auf Fußball-gucken, speziell der Nationalmannschaft, hält sich bei mir sehr in Grenzen. Immerhin hat der Bundestrainer das Personal beim Frankreichspiel deutlich verjüngt, gut so!

Brinkhaus ist kein Rebell

Wenn ich diesen Quatsch schon wieder lese und höre! Ein 50-Jähriger hatte den Mut, sich einem „Alten Hasen“ (69 J.) als Gegenkandidat zur Wahl zu stellen. Was bitteschön ist daran verwerflich? Das war ein ganz normaler demokratischer Vorgang, die Fraktionsmitglieder hatten so auch tatsächlich eine Wahl und mussten nicht nur einem Kandidaten zustimmen.
Was die Motive der 125 Brinkhaus-Wähler angeht, da lässt sich trefflich drüber diskutieren, von mir aus auch streiten. Und dass Frau Merkel das Ergebnis selbst als Niederlage bezeichnet, ist auch nicht dramatisch, immerhin hatte sie ihren treuen Vasallen Kauder wieder vorgeschlagen. Daraus jetzt eine Aufforderung zu stricken, sie solle im Parlament die Vertrauensfrage stellen, ist absurd.

Ende der Zeitumstellerei naht

Wer mein Blog schon von den Anfängen verfolgt, kennt seit Jahren meine Meinung zur Zeitumstellung zweimal im Jahr. Immer wieder habe ich dagegen gewettert und einige Initiativen und Petitionen dagegen unterstützt. Der Einsatz scheint sich zu lohnen: Nach der europaweiten Befragung der EU-Bürger wird es wohl 2020 soweit sein, dass dann nur noch eine Zeit gilt, höchstwahrscheinlich nicht die Normalzeit, aber Hauptsache, das unsägliche Vor- und Zurückstellen der Uhren hat ein Ende.

Trump(el) – was für ein armseliger Wicht

Wer es bisher nicht kapieren wollte, muss jetzt feststellen, was für ein armseliger Typ dieser Präsident der Amerikaner ist. Benehmen wie ein Prolet und kleines Kind. Beim Tod hört bekanntlich persönliche Gegensätzlichkeit auf. Trump hätte den Anstand und die Größe besitzen müssen, seinen Partei-„Feind“ McCain offiziell zu würdigen. Dass er dazu nicht in der Lage ist, ist einfach nur erbärmlich. Aber selbst das werden ihm seine vielen strohdummen Anhänger/Wähler verzeihen. Hoffentlich dreht sich bald die Stimmung so, dass der Armleuchter keine zweite Amtszeit bekommt.

Politisches Interesse geweckt

Die russischen Panzer, die heute vor 50 Jahren in Prag einrollten, haben damals bei uns Gymnasiasten das politische Interesse geweckt. Wir diskutierten plötzlich über die aktuelle Weltpolitik. Besonders erstaunlich finde ich im Rückblick unser Alter: Wir waren erst 13-14 Jahre jung. Mit Blick auf die heutige Jugend in diesem Alter kann ich mich eigentlich nur wundern.

Endlich – Özil ist raus

Endlich ist dieser völlig überschätzte, von Jogi viel zu lange eingesetzte – weil vom selben Manager betreute – Deutsch(?)-Türke(?) Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Aus meiner Sicht war dieser Schritt schon lange überfällig. Und das hat für mich überhaupt nichts mit seiner unklaren Identitätsfindung zu tun. Für mich war er nie der begnadete Fußballer, für den ihn viele hielten. Da muss ich ausnahmsweise dem Uli Hoeneß mal Recht geben („Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt.“).
Und was die Diskussion um die Integration von Türkischstämmigen angeht: Es wird in der ganzen Diskussion mit keinem Wort erwähnt, dass es auch viele aus dieser Gruppe gibt, die sich nicht integrieren wollen, in ihren Vierteln („Klein-Istanbul“) leben und so Parallelgesellschaften gebildet haben. Aber das sagt man nicht gerne. Ich hab’s schon vor Jahren gesagt, da war man noch nicht im Verdacht, AfD-Anhänger zu sein, wenn man so etwas äußerte.

Zur Wahl in der Türkei

Für mich ist es wie mit den politisch Linken vor Jahren, die die Gesamtschule als einzige weiterführende Schule wollten, ihre eigenen Kinder aber bevorzugt auf Privat-Gymnasien schickten.
Links blinken und rechts abbiegen.

So ähnlich jetzt die in Deutschland lebenden Türken, die zu Zweidrittel ihre Stimme dem Diktator vom Bosporus gegeben haben: Ihnen kann ja nichts passieren, sie genießen die Freiheiten in  Deutschland und lassen ihre türkischen Landsleute in der Türkei im Stich. Bravo!

Ist Nationalismus etwas Schlechtes?

In dem wunderbaren Film „La Boum – die Fête“ gibt es eine Szene, in der der Lehrer die Schüler erörtern lässt, was der Unterschied zwischen Patriotismus (= die Liebe zum Vaterland) und Chauvinismus
(= der Hass auf alle Anderen) ist. Die meisten Ismen sind in der Regel negativ konnotiert. So auch der Nationalismus moderner Prägung. Daran ist historisch für uns Deutsche vor allem Bismarck schuld, der den ursprünglich mit dem Liberalismus engstens verbundenen Nationalismus (Freiheit und Einheit) hin zum sich von anderen Völkern abgrenzenden Nationalstaatsgedanken (integraler Nationalismus) umgepolt hat.

Für mich als Historiker gehört aber der positiv besetzte Nationalismus zu den Indentitäts-stiftenden Geisteshaltungen, ebenso wie eine Religionszugehörigket, in die man hineingewachsen ist. Wenn heutzutage bei uns immer wieder von Orientierungslosigkeit gesprochen wird, dann fehlt es hier offensichtlich an solchen Elementen, die dem Einzelnen die Sicherheit geben, wer er ist.

Aktuell kann man das an den Herren Özil und Gündogan deutlich machen: Ist Nationalismus etwas Schlechtes? weiterlesen