Archiv der Kategorie: Politik

Trump(el) – was für ein armseliger Wicht

Wer es bisher nicht kapieren wollte, muss jetzt feststellen, was für ein armseliger Typ dieser Präsident der Amerikaner ist. Benehmen wie ein Prolet und kleines Kind. Beim Tod hört bekanntlich persönliche Gegensätzlichkeit auf. Trump hätte den Anstand und die Größe besitzen müssen, seinen Partei-„Feind“ McCain offiziell zu würdigen. Dass er dazu nicht in der Lage ist, ist einfach nur erbärmlich. Aber selbst das werden ihm seine vielen strohdummen Anhänger/Wähler verzeihen. Hoffentlich dreht sich bald die Stimmung so, dass der Armleuchter keine zweite Amtszeit bekommt.

Politisches Interesse geweckt

Die russischen Panzer, die heute vor 50 Jahren in Prag einrollten, haben damals bei uns Gymnasiasten das politische Interesse geweckt. Wir diskutierten plötzlich über die aktuelle Weltpolitik. Besonders erstaunlich finde ich im Rückblick unser Alter: Wir waren erst 13-14 Jahre jung. Mit Blick auf die heutige Jugend in diesem Alter kann ich mich eigentlich nur wundern.

Endlich – Özil ist raus

Endlich ist dieser völlig überschätzte, von Jogi viel zu lange eingesetzte – weil vom selben Manager betreute – Deutsch(?)-Türke(?) Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Aus meiner Sicht war dieser Schritt schon lange überfällig. Und das hat für mich überhaupt nichts mit seiner unklaren Identitätsfindung zu tun. Für mich war er nie der begnadete Fußballer, für den ihn viele hielten. Da muss ich ausnahmsweise dem Uli Hoeneß mal Recht geben („Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt.“).
Und was die Diskussion um die Integration von Türkischstämmigen angeht: Es wird in der ganzen Diskussion mit keinem Wort erwähnt, dass es auch viele aus dieser Gruppe gibt, die sich nicht integrieren wollen, in ihren Vierteln („Klein-Istanbul“) leben und so Parallelgesellschaften gebildet haben. Aber das sagt man nicht gerne. Ich hab’s schon vor Jahren gesagt, da war man noch nicht im Verdacht, AfD-Anhänger zu sein, wenn man so etwas äußerte.

Zur Wahl in der Türkei

Für mich ist es wie mit den politisch Linken vor Jahren, die die Gesamtschule als einzige weiterführende Schule wollten, ihre eigenen Kinder aber bevorzugt auf Privat-Gymnasien schickten.
Links blinken und rechts abbiegen.

So ähnlich jetzt die in Deutschland lebenden Türken, die zu Zweidrittel ihre Stimme dem Diktator vom Bosporus gegeben haben: Ihnen kann ja nichts passieren, sie genießen die Freiheiten in  Deutschland und lassen ihre türkischen Landsleute in der Türkei im Stich. Bravo!

Ist Nationalismus etwas Schlechtes?

In dem wunderbaren Film „La Boum – die Fête“ gibt es eine Szene, in der der Lehrer die Schüler erörtern lässt, was der Unterschied zwischen Patriotismus (= die Liebe zum Vaterland) und Chauvinismus
(= der Hass auf alle Anderen) ist. Die meisten Ismen sind in der Regel negativ konnotiert. So auch der Nationalismus moderner Prägung. Daran ist historisch für uns Deutsche vor allem Bismarck schuld, der den ursprünglich mit dem Liberalismus engstens verbundenen Nationalismus (Freiheit und Einheit) hin zum sich von anderen Völkern abgrenzenden Nationalstaatsgedanken (integraler Nationalismus) umgepolt hat.

Für mich als Historiker gehört aber der positiv besetzte Nationalismus zu den Indentitäts-stiftenden Geisteshaltungen, ebenso wie eine Religionszugehörigket, in die man hineingewachsen ist. Wenn heutzutage bei uns immer wieder von Orientierungslosigkeit gesprochen wird, dann fehlt es hier offensichtlich an solchen Elementen, die dem Einzelnen die Sicherheit geben, wer er ist.

Aktuell kann man das an den Herren Özil und Gündogan deutlich machen: Ist Nationalismus etwas Schlechtes? weiterlesen

Glück auf, Frau Merkel

Nun ist es endlich geschafft, wir haben eine neue Regierung. Die 364 Ja-Stimmen zeigen, das die Koalition direkt bei der ersten Wahl nicht geschlossen hinter ihrer Chefin steht. Mindestens 35 der 399 Koalitionäre haben sich entweder enthalten oder sogar gegen sie gestimmt. Wenn man unterstellt, dass auch aus den anderen Fraktionen der ein‘ oder andere mit Ja gestimmt hat, auch um sein Mandat nicht durch mögliche Neuwahlen zu gefährden, dann sieht es sogar noch düsterer für die Koalition aus. Mal sehen wie lange sie hält. Ich wünsche der Kanzlerin viel Glück.

Also doch GroKo

Im Grunde war ich davon ausgegangen, dass die Mehrheit der SPD-Mitglieder für die „Große Koalition“ stimmen würde. Neuwahlen hätten der SPD wohl noch mehr geschadet.
Dann fangt mal endlich an zu regieren, fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl! Und zwar „für das deutsche Volk“ und nicht für die Umfragewerte der einzelnen Regierungsfraktionen bzw.- parteien.