Endlich – Özil ist raus

Endlich ist dieser völlig überschätzte, von Jogi viel zu lange eingesetzte – weil vom selben Manager betreute – Deutsch(?)-Türke(?) Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Aus meiner Sicht war dieser Schritt schon lange überfällig. Und das hat für mich überhaupt nichts mit seiner unklaren Identitätsfindung zu tun. Für mich war er nie der begnadete Fußballer, für den ihn viele hielten. Da muss ich ausnahmsweise dem Uli Hoeneß mal Recht geben („Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt.“).
Und was die Diskussion um die Integration von Türkischstämmigen angeht: Es wird in der ganzen Diskussion mit keinem Wort erwähnt, dass es auch viele aus dieser Gruppe gibt, die sich nicht integrieren wollen, in ihren Vierteln („Klein-Istanbul“) leben und so Parallelgesellschaften gebildet haben. Aber das sagt man nicht gerne. Ich hab’s schon vor Jahren gesagt, da war man noch nicht im Verdacht, AfD-Anhänger zu sein, wenn man so etwas äußerte.

Die Wahrheit im Wein ersäufen

Als Altphilologe konnte ich einfach heute nicht über folgende Worte hinweggehen: „in vinum veritas“ stand da in einem Beilagenbeitrag meiner Tageszeitung mit Hinweisen zu kulturellen Veranstaltungen.

Wörtlich übersetzt heißt das: die Wahrheit in den Wein. – in mit Akkusativ (der Richtung) bedeutet: in hinein (Frage: wohin?).

Richtig musste es heißen: in vino veritas = im Wein ist/liegt die Wahrheit. (in mit Ablativ, Frage. wo?)

Aber was soll’s, dann ersäufen wir eben die Wahrheit im Wein (wohin mit der Wahrheit? Rein in den Wein! – Neu-Deutsch: Fake-News!)

Fußball-WM 2018

Zum LETZTEN WM-2018-Spiel DER MANNSCHAFT: Was für eine Blamage!!! Der Klassiker: Arrogant wie eh und je hatte man Süd-Korea schon vor dem Spiel besiegt. Insofern ist das Ergebnis klasse!
Jetzt können die satten, reichen Fußball-„Götter“ frühzeitig ihren wohlverdienten Urlaub antreten.
Ich hoffe nur, dass einige der „alten Garde“ freiwillig den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklären, ich wüsste da ein paar…

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Zur Wahl in der Türkei

Für mich ist es wie mit den politisch Linken vor Jahren, die die Gesamtschule als einzige weiterführende Schule wollten, ihre eigenen Kinder aber bevorzugt auf Privat-Gymnasien schickten.
Links blinken und rechts abbiegen.

So ähnlich jetzt die in Deutschland lebenden Türken, die zu Zweidrittel ihre Stimme dem Diktator vom Bosporus gegeben haben: Ihnen kann ja nichts passieren, sie genießen die Freiheiten in  Deutschland und lassen ihre türkischen Landsleute in der Türkei im Stich. Bravo!

Ist Nationalismus etwas Schlechtes?

In dem wunderbaren Film „La Boum – die Fête“ gibt es eine Szene, in der der Lehrer die Schüler erörtern lässt, was der Unterschied zwischen Patriotismus (= die Liebe zum Vaterland) und Chauvinismus
(= der Hass auf alle Anderen) ist. Die meisten Ismen sind in der Regel negativ konnotiert. So auch der Nationalismus moderner Prägung. Daran ist historisch für uns Deutsche vor allem Bismarck schuld, der den ursprünglich mit dem Liberalismus engstens verbundenen Nationalismus (Freiheit und Einheit) hin zum sich von anderen Völkern abgrenzenden Nationalstaatsgedanken (integraler Nationalismus) umgepolt hat.

Für mich als Historiker gehört aber der positiv besetzte Nationalismus zu den Indentitäts-stiftenden Geisteshaltungen, ebenso wie eine Religionszugehörigket, in die man hineingewachsen ist. Wenn heutzutage bei uns immer wieder von Orientierungslosigkeit gesprochen wird, dann fehlt es hier offensichtlich an solchen Elementen, die dem Einzelnen die Sicherheit geben, wer er ist.

Aktuell kann man das an den Herren Özil und Gündogan deutlich machen: Ist Nationalismus etwas Schlechtes? weiterlesen

Der Mensch an sich

Der Mensch an sich ist schon ein seltsames Tier. Nicht ausschließlich instinktgesteuert, kann er denken. Bei manchen Zeitgenossen kommen aber schonmal Zweifel auf. Und reden kann der Mensch. Und wer reden kann, dem kann geholfen werden. Wenn man aber nicht mehr miteinander spricht, geht vieles den Bach runter. Die Krönung ist ein Exemplar, das einen nicht einmal mehr grüßt, selbst wenn man Aug‘ in Auge gegenüber steht. Wie arm ist sowas?!
Lächeln ist dann die beste Methode, dem anderen die Zähne zu zeigen.

Glück auf, Frau Merkel

Nun ist es endlich geschafft, wir haben eine neue Regierung. Die 364 Ja-Stimmen zeigen, das die Koalition direkt bei der ersten Wahl nicht geschlossen hinter ihrer Chefin steht. Mindestens 35 der 399 Koalitionäre haben sich entweder enthalten oder sogar gegen sie gestimmt. Wenn man unterstellt, dass auch aus den anderen Fraktionen der ein‘ oder andere mit Ja gestimmt hat, auch um sein Mandat nicht durch mögliche Neuwahlen zu gefährden, dann sieht es sogar noch düsterer für die Koalition aus. Mal sehen wie lange sie hält. Ich wünsche der Kanzlerin viel Glück.

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