0:3, Herr Schulz!

Was für eine Klatsche für die NRW-SPD! Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch, Herr Laschet! Dann: Hut ab für Frau Kraft, die prompt ihren Posten als Parteivorsitzende NRW und Partei-Vize auf Bundesebene zur Verfügung stellt. Und Herr Schulz aus Würselen/NRW muss als Bundesvorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD die dritte Niederlage bei Landtagswahlen hinnehmen und kommentieren. Der Schulz-Effekt hat sich als Seifenblase erwiesen!
Ich hätte nicht gedacht, dass Laschet es schaffen würde, alle Achtung!
Die Wahlbeteilugung ist zwar gegenüber der letzten Landtagswahl  gestiegen, aber jeder Dritte ist nicht zur Wahl gegangen; das ist schade!

Wählen gehen

Geht wählen! Wer nicht von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, unterstützt indirekt die Falschen. Es ist das Beste, was die Demokratie zu bieten hat: Per Kreuzchen auf dem Wahlzettel mit zu entscheiden, wer für die nächsten 4-5 Jahre unsere Politik bestimmt. Und wenn die letzte Regierung meiner Meinung nach zuviel falsch gemacht hat, wähle ich sie nicht (mehr) und gebe den anderen die Chance, es besser zu machen. Denn als Opposition kann man immer sagen, man würde es besser machen. Wenn man dann die Möglichkeit durch den Wähler bekommt, kann man es auch beweisen durch Tun.
Und wählt bitte keine Partei, die unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat in Wirklichkeit abschaffen will.

Wer nicht ins Wahllokal am Sonntag will oder kann, der kann per Briefwahl seine Stimme abgeben. Das haben wir so gemacht.

Ein guter Sonntag für die Demokratie

Sowohl für Deutschland als auch für Europa ist es ein guter Sonntag. Nach dem Saarland hat die CDU jetzt auch in Schleswig-Holstein erfolgreich gezeigt, dass die SPD nicht mehr viel vom Ex-Bürgermeister von Würselen erwarten kann.
Und in Frankreich hat der Wähler – wenn auch mancher mit Bauch-grummeln – den Rechtsruck und damit den Frexit verhindert.
Mal schauen, wie es nächste Woche in NRW ausgeht…

Integration – keine Einbahnstraße

Türkischstämmige Deutsche und Türken, die in Deutschland leben, die für die Verfassungsänderung in der Türkei gestimmt haben, sind wie Freilandhühner, die für Käfighaltung gestimmt haben. Konsequenterweise müssten sie umgehend in die Türkei zu ihrem tollen Präsidenten, der die Meinungs- und Versammlungsfreiheit einschränkt und Oppostionelle zu Terroristen abstempelt, umziehen. Aber wahrscheinlich werden sie weiter die Freiheiten genießen wollen, die ihnen unser demokratischer Rechtsstaat bietet. Dass sie sich hier nicht heimisch fühlen, liegt wohl auch daran, dass sie sich nicht integrieren WOLLEN („Klein-Istanbuls“ gibt es schon länger in vielen deutschen Städten. Warum wohl?! Da muss man kein Deutsch sprechen. Man bleibt unter sich, mit allen Konsequenzen. Und das Satelliten-TV  mit Türk-Sat ist dabei hilfreich.).  Dass es diese Möglichkeit gibt, blenden viele Politiker einer bestimmten Coleur aus und suchen die Schuld für das Wahlverhalten dieser Leute bei „uns“. Unsinn!!!
Die doppelte Staatsbürgerschaft gehört abgeschafft. Ich kenne zum Glück genug positive Beispiele gelungener Integration. Diese Leute sind keine Erdogan-Fans!

Was kommt da noch?

Was lassen wir uns noch alles von der türkischen Regierung gefallen?! Bespitzelung deutscher Politiker, aber auch einfacher deutscher Bürger, das geht gar nicht!!!
Wie dumm manche Mitbürger türkischer Abstammung sind, konnte man gestern in der Aktuellen Stunde erleben: Eine in Deutschland geborene Friseurmeisterin türkischer Nationalität bekennt mit nicht akzentfreiem Deutsch, sie habe für das Verfassungsreferendum in der Türkei gestimmt. Natürlich wird sie nicht gefragt, ob sie denn demnächst in ihr so geliebtes Heimatland umzieht. Wird sie wohl auch sein lassen, aber ihren Landsleuten beschert sie womöglich eine Diktatur…
Ich gehe im übrigen davon aus, dass das passende Wahlergebnis schon in Erdogans Schublade liegt, egal wie die Türken letztlich entscheiden werden.

Glückwunsch AKK

Das Ergebnis der Saarland-Wahl zeigt vor allem eins: Mit leerem Geschwafel eines Schaumschlägers aus Würselen, das in erster Linie auf Stimmung setzt, sind keine zusätzlichen Stimmen zu gewinnen!
Ruhige, gute Sacharbeit und Unaufgeregheit der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die auch klare Kante zeigen kann, wenn es um unsere Werte geht (s.u.), werden eher goutiert. Und ein zweites: Je mehr Wahlberechtigte ihr Stimmrecht aktiv wahrnehmen, umso besser für unsere Demokratie!

Normalzeit

Ceterum censeo… Getreu dem alten Cato wiederhole ich meine Forderung, die Zeitumstellung endlich abzuschaffen. Offensichtlich gibt es dafür in der Bevölkerung eine sehr große Mehrheit. Und schon lange ist allen klar, dass die bei der Einführung erhoffte Energieersparnis nicht erreicht wurde und wird. Also, stoppt endlich diesen Unsinn!

neue Bibel – vom Bischof signiert

Quelle u.a.: AZ vom 22.03.2017; kurzes Video: HIER

Einfach nur widerlich

Offensichtlich hat der Sultan vom Bosporus jedes Maß politischen Anstands verloren, wenn ausgerechnet er Deutschland Nazi-Methoden vorwirft. Er will nur von seinen innenpolitischen (und wirtschaftlichen) Problemen ablenken und seine türkischen Anhänger mobilisieren. Man sollte ihn ruhig kommen lassen, ihm aber klar machen, dass man unter diesen Umständen für seine Sicherheit nicht garantieren könne. Wir in NRW haben da den passenden Innenminister, der schafft das.

[Nachtrag 08.03.2017:] Die Leserbriefe in der heutigen AZ sind allesamt sehr lesenswert: az-b1-20170308

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