Archiv: Freitag, 6. Januar 2012
Ich hab mich lange zurückgehalten, aber jetzt muss ich auch mal meinen Senf zur sog. “Wulff-Affäre” dazugeben: Eines ist doch ganz offensichtlich, dass nämlich das Blatt für die (tumbe?) Masse mit den großen Lettern und Überschriften, wenig Text und vielen Bildern/Fotos (bes. das “lecker Mädchen mit fast nix an” – O-Ton eines Arbeiters) in aller Munde ist. Bessere Werbung geht nicht! Vielleicht ist das ganze ein abgekartetes Spiel der Freunde Wulff und Diekmann, die sich nachher die Beute (= Mehreinnahmen durch Auflagensteigerung) teilen.
Aber jetzt im Ernst: Was waren das noch für Zeiten, als die Fronten noch klar waren, nämlich die Springer-Presse inkl. BLÖD-Zeitung als DAS Feindbild der politischen Linken, investigativer Journalismus war die Sache des SPIEGEL, des Zentralorgans der Sozis, da war die (politische) Welt noch in Ordnung. Und jetzt? Enthüllungs-Journalismus bei der BLÖD-Zeitung? Das geht doch gar nicht! Können sich die “Amigos” in den konservativen Parteien nicht einmal mehr darauf verlassen, dieses Blatt als Hofberichterstatter anzusehen?!
Aber die ach so moralinsauren “Saubermänner und -frauen” der SPD und Grünen spielen sich jetzt auf, als wären ihre Leute besser bzw. vor ähnlichen Machenschaften gefeit, alles Quatsch.
Ich hab’s schonmal an anderer Stelle gesagt: Es sind schon lange nicht mehr die ARISTOI = Besten, die unser Staatswesen lenken, höchstens zweite Garnitur, wenn nicht noch schlechter. Aber wer will sich das auch noch heutzutage antun, bei der vergleichsweise (zum Top-Managment in der Wirtschaft und Industrie) mäßigen Bezahlung? Perikles im alten Athen hatte die Diäten (=Tagegelder) eingeführt, damit auch einfache Volksvertreter sich in die Volksversammlung wählen ließen UND unabhängig und UNBESTECHLICH sein sollten; das ist auch heute noch die Idee der Politikergehälter… Nichtsdestotrotz kann man natürlich (zusätzlich) noch jede Menge reiche Freunde haben

