Archiv: Mittwoch, 28. Dezember 2011
In 77 kleineren und größeren Artikeln habe ich wieder die große und kleine Welt um mich herum kommentiert, erklärt und von ihr berichtet. Im Mittelpunkt stand und steht – lieber Michael, da steh ich zu – meine Familie. Das dritte Enkelkind kam im Februar dazu, der “Große” wurde nach den Sommerferien eingeschult, und unsere Tochter hat sich verlobt, Hochzeit folgt im Sommer 2012.
Die große Politik hat mich weiter ernüchtert, KT hat mich ge- und enttäuscht, ich hatte mehr/anderes von ihm erwartet. Die FDP, die Gralshüter des deutschen Liberalismus, immerhin historisch die entscheidende Idee zur Abschaffung der ständischen, von Monarchie bestimmten Gesellschaft, zerlegt sich selbst, Franz-Josef Strauss würd’s freuen. Die Eurokrise hat einiges gezeigt: Die von Schröder und Fischer in die EU und Euro-Zone aufgenommenen Griechen haben alle nach Strich und Faden betrogen, nicht zuletzt ihren eigenen Staat, Angela Merkel zeigt es allen, dass sie letztlich die Richtung vorgibt, also echte Führungsqualitäten zeigt. Viele haben sie wieder einmal unterschätzt, darum schleimt sogar Sigmar Gabriel zum Jahresende vor ihr. Die Piraten werden so schnell verschwunden sein, wie sie gekommen sind und die Grünen werden bis 2013 den Fukushima-Angst-Bonus verloren haben. Schlimm war zuletzt die Unterschätzung des rechten Terrors. Schlimmer aber finde ich die Tatsache, dass die Christenverfolgung in unserer Zeit so verbreitet ist wie nie, zu Weihnachten in Nigeria schreckliche Wahrheit.
Überhaupt finde ich die Entwicklung hin zu religiösem Fanatismus besonders beunruhigend, selbst im eigenen Umfeld hat man damit zu tun, kaum zu glauben in einem Land, das die Aufklärung zu seinen historischen Errungenschaften zählt. Ich kann mit solchen Leuten nichts anfangen, egal ob Christen, Muslime oder Juden, so sie sich denn als solche bezeichnen.
Im schulischen Bereich hat sich meine Situation so entwickelt, dass ich auf eine entscheidende Änderung setze, wenn die Behörde mitspielt, frei nach dem Motto: Variatio delectat (für Nicht-Lateiner: Abwechslung/Veränderung macht Freude). Ansonsten macht mir besonders meine Stufe Freude, die ich im kommenden Jahr in die Welt nach dem Abitur entlassen möchte.
DAS Sport-Ereignis im zuende gehenden Jahr war die enttäuschende Fußball-WM der Frauen, da hatten wir natürlich mehr erwartet. Ansonsten ist und bleibt die Alemannia ein Klümpchensclub, aber Borussia Mönchengladbach hat weiter mein volles Interesse, so werde ich nach langem bald nochmal ein Spiel live ansehen.
Für das kommende Jahr 2012 erhoffe ich mir persönlich mindestens drei besonders erfreuliche Ereignisse, die alle im (Früh-)Sommer stattfinden werden. Meinen wenigen treuen Lesern wünsche ich ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2012.

