Archiv: Dezember 2011
Die Lokalzeit Aachen hatte am Mi. den Veranstaltungstipp gegeben: Das Peter Sonntag Quartett war im Jakobshof angekündigt. Wir sind dabei gewesen und haben einen grandiosen Abend erlebt. Man kann es nicht beschreiben, man muss da gewesen sein. Peter Sonntag, der Bass-Papst, eine Wucht; Reno Schnell, die beste Gitarristin weltweit, grandios; Markus Plum an Posaune, Trompete und Keybord, exktraklasse. Die beiden letzten waren Schüler von mir in Stolberg, mit Markus hab ich sogar einige Jahre in der Schul-Bigband gespielt, er hat sich richtig gefreut, dass wir da waren. Am Schlagzeug saß der Sohn von Peter Sonntag, Max, auch ein Erlebnis. Im zweiten Teil kam Rick Takvorian, Leiter des Veranstaltungsmanagments der Stadt Aachen, als Sänger zum Einsatz, ein Freund von Peter Sonntag und Fan “der besten Band der Welt”, klasse. Es war ein toller Abend, sozusagen das Sahnehäubchen zum Jahresabschluss.
In 77 kleineren und größeren Artikeln habe ich wieder die große und kleine Welt um mich herum kommentiert, erklärt und von ihr berichtet. Im Mittelpunkt stand und steht – lieber Michael, da steh ich zu – meine Familie. Das dritte Enkelkind kam im Februar dazu, der “Große” wurde nach den Sommerferien eingeschult, und unsere Tochter hat sich verlobt, Hochzeit folgt im Sommer 2012.
Die große Politik hat mich weiter ernüchtert, KT hat mich ge- und enttäuscht, ich hatte mehr/anderes von ihm erwartet. Die FDP, die Gralshüter des deutschen Liberalismus, immerhin historisch die entscheidende Idee zur Abschaffung der ständischen, von Monarchie bestimmten Gesellschaft, zerlegt sich selbst, Franz-Josef Strauss würd’s freuen. Die Eurokrise hat einiges gezeigt: Die von Schröder und Fischer in die EU und Euro-Zone aufgenommenen Griechen haben alle nach Strich und Faden betrogen, nicht zuletzt ihren eigenen Staat, Angela Merkel zeigt es allen, dass sie letztlich die Richtung vorgibt, also echte Führungsqualitäten zeigt. Viele haben sie wieder einmal unterschätzt, darum schleimt sogar Sigmar Gabriel zum Jahresende vor ihr. Die Piraten werden so schnell verschwunden sein, wie sie gekommen sind und die Grünen werden bis 2013 den Fukushima-Angst-Bonus verloren haben. Schlimm war zuletzt die Unterschätzung des rechten Terrors. Schlimmer aber finde ich die Tatsache, dass die Christenverfolgung in unserer Zeit so verbreitet ist wie nie, zu Weihnachten in Nigeria schreckliche Wahrheit.
Überhaupt finde ich die Entwicklung hin zu religiösem Fanatismus besonders beunruhigend, selbst im eigenen Umfeld hat man damit zu tun, kaum zu glauben in einem Land, das die Aufklärung zu seinen historischen Errungenschaften zählt. Ich kann mit solchen Leuten nichts anfangen, egal ob Christen, Muslime oder Juden, so sie sich denn als solche bezeichnen.
Im schulischen Bereich hat sich meine Situation so entwickelt, dass ich auf eine entscheidende Änderung setze, wenn die Behörde mitspielt, frei nach dem Motto: Variatio delectat (für Nicht-Lateiner: Abwechslung/Veränderung macht Freude). Ansonsten macht mir besonders meine Stufe Freude, die ich im kommenden Jahr in die Welt nach dem Abitur entlassen möchte.
DAS Sport-Ereignis im zuende gehenden Jahr war die enttäuschende Fußball-WM der Frauen, da hatten wir natürlich mehr erwartet. Ansonsten ist und bleibt die Alemannia ein Klümpchensclub, aber Borussia Mönchengladbach hat weiter mein volles Interesse, so werde ich nach langem bald nochmal ein Spiel live ansehen.
Für das kommende Jahr 2012 erhoffe ich mir persönlich mindestens drei besonders erfreuliche Ereignisse, die alle im (Früh-)Sommer stattfinden werden. Meinen wenigen treuen Lesern wünsche ich ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2012.
Geschafft! Seit gestern Abend 23:25 h hab auch ich Ferien; denn meine Stufe wollte unbedingt noch am letzten Schultag eine Weihnachtsfeier durchführen. Ich muss sagen, auch wenn sich meine Lust dazu in Grenzen gehalten hatte, es war ein toller Abend, vor allem auch, weil die Musik stimmte und für Stimmung gesorgt hat, das A & O für eine gelungene Fête. Meine Stufe ist schon ‘ne tolle Truppe! Sie hat dann auch Wort gehalten und um 23:00 h Schluss gemacht, dann noch aufgeräumt und das war’s dann. Danke!!!
…heißt der 35. Hochzeitstag, den wir heute an gebührender Stelle begangen haben: In unserem Aachener Dom. Leinwand steht für Leinen, einen Stoff, der sehr haltbar ist im Vergleich zu anderen Materialien. Die Reißfestigkeit von Leinwand/Leinen soll also für die 35-jährige Ehedauer herhalten. Sei’s drum! Die ersten Gratulanten waren in der Nacht die Gäste unseres Freundes, der zu seinem 60. und zum Eintritt in den Ruhestand geladen hatte. Bis 04:00 Uhr haben wir mitgefeiert, für uns war das uhrzeitmäßig Rekord, sind wir doch sonst gegen 02:00/02:30 h am Ende. Es war jedenfalls ein schönes Wochenende.
…sind zwei Kommentare zu Ansichten und Äußerungen der SPD (EURO-Rettung) und der Grünen Claudia Roth (Castortransporte), die ich heute in der AZ gelesen habe: “[...] Nur was heißt das konkret? Muss die Politik nun Euro-Bonds einführen, damit Schuldenmachen leichter wird? Soll die deutsche Politik ihren europäischen Defizitabbaukurs korrigieren, weil andere Staaten ihn als Direktiv empfinden? Nein. Es ist doch eine ökonomische Binse, dass Europa im Konzert mit China, Lateinamerika und Asien nur eine Chance hat, wenn es wettbewerbsfähig bleibt, also Laissez-faire-Finanzpolitik missachtet und finanziellen Gestaltungsspielraum für Innovationen, Bildung und Forschung zurückgewinnt. Wer das heutige Europa kritisiert, muss kein Anti-Europäer sein, hat ausgerechnet der SPD-Europapolitiker Martin Schulz gesagt. Dass die SPD die Konservativen mit dem Vorwurf des „Deutschnationalen“ in die sehr rechte Ecke des Spektrums rückt, ist wohlfeil. SPD-Kanzler Gerhard Schröder hat in seiner Amtszeit oft genug seine Verachtung über eine weitergehende europäische Integration erkennen lassen, nationale Alleingänge vorgezogen und die Schuldenvorgaben als Erster verletzt. weiterlesen… »


