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	<title>Kommentare zu: Zur Z&#246;libatsdebatte</title>
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		<title>Von: Egi Laufen</title>
		<link>http://www.egilaufen.de/2011/02/01/zur-zoelibatsdebatte/comment-page-1/#comment-808</link>
		<dc:creator>Egi Laufen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 16:32:24 +0000</pubDate>
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		<description>aus der AZ vom 03.02.11:

&quot;Aktuelles Stichwort

Z&#246;libat

Der Ton wird sch&#228;rfer. Die neu entfachte Debatte &#252;ber die verpflichtende Ehelosigkeit von Priestern erregt die Gem&#252;ter in der katholischen Kirche. Dass ein Kardinal einen anderen mit derart scharfen Worten kritisiert, wie der fr&#252;here Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, den ehemaligen Chefhistoriker des Vatikans, Walter Brandm&#252;ller, ist au&#223;ergew&#246;hnlich: Er „sch&#228;me“ sich f&#252;r Brandm&#252;llers Schelte f&#252;r den Z&#246;libatsvorsto&#223; mehrerer CDU-Politiker, sagt Lehmann.

Der in Rom lebende Kirchenhistoriker fordert in der „Augsburger Allgemeinen“ von der Kirche eine kompromisslose Linie und Widerstand gegen den Zeitgeist. „Keinesfalls kann es darum gehen, durch Absenken der Anforderungen einem Mangel an Priestern abzuhelfen.“

Neu angesto&#223;en wurde die Debatte durch den Brief mehrerer CDU-Politiker, in dem sie die deutschen Bisch&#246;fe angesichts der „besorgniserregenden Zunahme des Priestermangels“ bitten, die Zulassung sogenannter viri probati („bew&#228;hrter M&#228;nner“) zum Priesteramt zu ihrem Anliegen zu machen. Zu den Unterzeichnern geh&#246;ren Bundestagspr&#228;sident Norbert Lam­mert und Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

W&#228;hrend die Bischofskonferenz sehr zur&#252;ckhaltend auf das Schreiben reagierte, wandte sich Brandm&#252;ller mit scharfen Worten gegen den Vorsto&#223; und beklagte eine „Kampagne“, die im Z&#246;libat lebende Priester und auch Jesus Christus beleidige. Die Forderung n&#228;hre den Verdacht, es gehe „um erste Schritte hin zu einer ’anderen Kirche‘ “.

Das wiederum verstimmt Kardinal Lehmann. Die acht „verdienstvollen CDU-Politiker“ h&#228;tten an ein „unerledigtes Thema erinnert, das nun schon &#252;ber 40 Jahre lang immer wieder in der Kirche diskutiert“ werde, schreibt Lehmann in der Mainzer Kirchenzeitung. Er habe sich als Bischof „wegen des Tons gesch&#228;mt“, der aus Brandm&#252;llers Brief spreche. Vor allem sei er „zutiefst entt&#228;uscht“, wie der Bundestagspr&#228;sident und eine Bundesministerin „beschimpft“ w&#252;rden: „Dies ist in unserem Land nicht der Stil, mit dem wir auch bei Meinungsverschiedenheiten miteinander umgehen.“

Die Bischofskonferenz ist gespalten. Ex-Ministerpr&#228;sident Bernhard Vogel berichtet in der „Zeit“, er habe „inzwischen von knapp der H&#228;lfte der Bisch&#246;fe in Deutschland Antwortbriefe bekommen, darunter auch von einem Kardinal“. Gemeinsam sei diesen Antworten der Respekt vor der Politiker-Initiative gewesen. Das hei&#223;t allerdings auch: Mehr als die H&#228;lfte der deutschen Bisch&#246;fe hat diesen Respekt nicht bekundet. (dapd)&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>aus der AZ vom 03.02.11:</p>
<p>&#8220;Aktuelles Stichwort</p>
<p>Z&#246;libat</p>
<p>Der Ton wird sch&#228;rfer. Die neu entfachte Debatte &#252;ber die verpflichtende Ehelosigkeit von Priestern erregt die Gem&#252;ter in der katholischen Kirche. Dass ein Kardinal einen anderen mit derart scharfen Worten kritisiert, wie der fr&#252;here Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, den ehemaligen Chefhistoriker des Vatikans, Walter Brandm&#252;ller, ist au&#223;ergew&#246;hnlich: Er „sch&#228;me“ sich f&#252;r Brandm&#252;llers Schelte f&#252;r den Z&#246;libatsvorsto&#223; mehrerer CDU-Politiker, sagt Lehmann.</p>
<p>Der in Rom lebende Kirchenhistoriker fordert in der „Augsburger Allgemeinen“ von der Kirche eine kompromisslose Linie und Widerstand gegen den Zeitgeist. „Keinesfalls kann es darum gehen, durch Absenken der Anforderungen einem Mangel an Priestern abzuhelfen.“</p>
<p>Neu angesto&#223;en wurde die Debatte durch den Brief mehrerer CDU-Politiker, in dem sie die deutschen Bisch&#246;fe angesichts der „besorgniserregenden Zunahme des Priestermangels“ bitten, die Zulassung sogenannter viri probati („bew&#228;hrter M&#228;nner“) zum Priesteramt zu ihrem Anliegen zu machen. Zu den Unterzeichnern geh&#246;ren Bundestagspr&#228;sident Norbert Lam­mert und Bundesbildungsministerin Annette Schavan.</p>
<p>W&#228;hrend die Bischofskonferenz sehr zur&#252;ckhaltend auf das Schreiben reagierte, wandte sich Brandm&#252;ller mit scharfen Worten gegen den Vorsto&#223; und beklagte eine „Kampagne“, die im Z&#246;libat lebende Priester und auch Jesus Christus beleidige. Die Forderung n&#228;hre den Verdacht, es gehe „um erste Schritte hin zu einer ’anderen Kirche‘ “.</p>
<p>Das wiederum verstimmt Kardinal Lehmann. Die acht „verdienstvollen CDU-Politiker“ h&#228;tten an ein „unerledigtes Thema erinnert, das nun schon &#252;ber 40 Jahre lang immer wieder in der Kirche diskutiert“ werde, schreibt Lehmann in der Mainzer Kirchenzeitung. Er habe sich als Bischof „wegen des Tons gesch&#228;mt“, der aus Brandm&#252;llers Brief spreche. Vor allem sei er „zutiefst entt&#228;uscht“, wie der Bundestagspr&#228;sident und eine Bundesministerin „beschimpft“ w&#252;rden: „Dies ist in unserem Land nicht der Stil, mit dem wir auch bei Meinungsverschiedenheiten miteinander umgehen.“</p>
<p>Die Bischofskonferenz ist gespalten. Ex-Ministerpr&#228;sident Bernhard Vogel berichtet in der „Zeit“, er habe „inzwischen von knapp der H&#228;lfte der Bisch&#246;fe in Deutschland Antwortbriefe bekommen, darunter auch von einem Kardinal“. Gemeinsam sei diesen Antworten der Respekt vor der Politiker-Initiative gewesen. Das hei&#223;t allerdings auch: Mehr als die H&#228;lfte der deutschen Bisch&#246;fe hat diesen Respekt nicht bekundet. (dapd)&#8221;</p>
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