Archiv: Dienstag, 1. Juni 2010
Natürlich muss man Kritik vertragen können; selbstverständlich hätte Horst Köhler nicht zurücktreten müssen, nur weil ein paar seiner Lieblingsgegner etwas aus einem Interview heraushören wollten, was ihnen in den Kram passte. Schlimmer ist, dass nur der Verteidigungsminister ihn vor dieser Kritik schützen wollte. Merkel und Westerwelle haben ihn im Regen stehen lassen und tun jetzt total schockiert. Köhler war ein guter Präsident, vor allem volksnah. Und ehrlich, auch sich selbst gegenüber; daher ist sein Rücktritt konsequent, wenn auch schade. Dass ihm fehlende politische Einbindung nachgesagt wird, zeigt einmal mehr, dass wir nur noch eine Parteien-Demokratie sind. Das Geschachere jetzt um seine Nachfolge ist der beste Beweis.

