Archiv: Freitag, 2. April 2010
Allen meinen treuen Lesern (wahrscheinlich <10) wünsche ich ein frohes und gesegnetes Osterfest. Es ist DAS christliche Fest, das auch den aufgeklärten homo technicus immer wieder zum Nachdenken bringt, dass der Mensch nicht alles beherrschen und tun kann; das dem Leben Sinn geben kann, wenn man sich darauf einlässt. Dass das “Bodenpersonal” katholischer Prägung im Moment im Focus der Öffentlichkeit steht, hat mit der Osterbotschaft reichlich wenig zu tun. Und das ist sehr bedauerlich, denn die Art und Weise, wie manche Medienvertreter das aktuelle Thema behandeln, ist für mich ein Ausdruck der immer mehr zunehmenden Gottlosigkeit in unserer Gesellschaft. Die kriminellen Handlungen einiger weniger werden genutzt, um den gesamten Berufsstand der Geistlichkeit in den Dreck zu ziehen. Dabei gibt es tagtäglich, meistens in den Familien, den Missbrauch Schutzbefohlener, aber darüber regt sich dieselbe Schar der öffentlichen Meinungssmacher nicht in gleichem Maße auf. Was für eine Verlogenheit!
Die Glaubwürdigkeit der Verkünder einer großen Sache, der Auferstehung, ist angekratzt, aber es hängt nicht nur von ihnen ab, ob der Osterglaube weiterleben kann, sondern von jedem Einzelnen, ob er daran glaubt und danach lebt, als Hoffender gegen alle Hoffnung.

