Archiv: Donnerstag, 28. Januar 2010
“2000 Lehrer ‘zu viel’ an den Gymnasien” lese ich heute morgen auf der Titelseite meiner Tageszeitung. Mit Hinweis auf den “Doppeljahrgang”, der 2013 Abitur macht, geht das Schulministerium davon aus, dass danach Lehrer an Gymnasien frei werden für die Ganztagsbetreuung an anderen Schulformen. In der Landesregierung sitzen offensichtlich so viele “Fachleute” fern jeder Realität, dass es einem die Haare zu Berge treibt. Im kommenden Halbjahr müssen in meiner Stufe 11 wegen Lehrermangels Kurse mit bis zu 36 (!) Schülerinnen und Schülern zusammengepfercht werden; das ist die Wirklichkeit! Aber die Rüttgers-Administration kann schon lange wunderbar mit Zahlen tricksen, Beispiel “Unterrichtsausfall in der S II”: Die SuS bekommen vom Vertretungsplaner bei fehlenden Lehrern nicht mehr “frei”, sondern EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten) verpasst, und schon ist die Statistik des ausfallenden Unterrichts rapide geschönt. Und dererlei Beispiele gibt es reichlich, aber das ist Augenwischerei und keine sinnvolle (Schul-)Politik. Nach dem prompten Einspruch von Peter Silbernagel vom Philologenverband gegen die neuesten Zahlenspiele soll die “Prognose noch einmal überarbeitet werden”. Da sind wir aber mal gespannt…

