Archiv: Donnerstag, 12. November 2009
Wie banal jetzt die Aufregung eines Uli Höneß über die berechtigte Kritik von Philipp Lahm wirken muss angesichts des Schicksals von Robert Enke. Was ist das für ein Geschäft, dass einer aus Angst seine wirklichen Probleme verschweigt. Besonders schlimm finde ich, wie gedankenlos in diesem Fall immer wieder von Selbst-”mord” gesprochen wird. Wer das sagt, wertet die Verzweiflungstat von Robert Enke negativ. Gerade in seinem Fall sollte man sich einer Verurteilung seines Handelns enthalten. Das hat jemand ganz anderes zu entscheiden.
Die Reaktion des DFB, das Länderspiel gegen Chile abzusagen, ist die einzig richtige Reaktion, Hut ab! Vielleicht denkt ja auch ein Herr Höneß nochmal neu nach über seine zuletzt öffentlich gemachten Äußerungen.
Zum pietätlosen Voyeurismus der Medien habe ich einen interessanten Artikel gefunden, er stammt von Dirk Gieselmann

