Archiv: August 2009
Positive Erkenntnis: Der Souverän, also der gemeine Wähler an sich, ist doch schlauer als ich dachte. Er nimmt es Parteien übel, die intern zerstritten sind, siehe die Alsdorfer CDU und die Übach-Palenberger SPD: jeweils der aus dem anderen Lager stammende Kandidat hat die Bürgermeisterwahl gewonnen. Negative Erkenntnis: Es gibt nur noch selten den sog. politischen Anstand: Nur der sächsische SPD-Vorsitzende Jurk hat aus seiner Niederlage die persönliche Konsequenz gezogen, Hut ab! Seine Genossen im Saarland und in Thüringen tun so, als hätten sie gewonnen, und das mit dem stellenweise schlechtesten Ergebnis aller Zeiten. Selbst Herr Steinmeier scheut sich nicht zu behaupten, “die SPD sei zurück”! Wo denn? Lediglich Schwarz/Gelb zu verhindern ist doch keine konstruktive Politik. Auf der anderen Seite fehlt das klare Profil: Wofür steht die CDU/Frau Merkel? – Soziale Marktwirtschaft; Familie als die Keimzelle der Gesellschaft, in der ggf. Kinder auch ohne Abgabe an den Staat erzogen werden und gedeihen, weil diese Familien es so wollen; Fleiß, Heimatliebe, Standfestigkeit in Überzeugungen und Glaube; Bodenständigkeit; soziales Engagement; Traditionspflege… Sie müsste es nur mal sagen. Weder Raubtier-Kapitalismus, noch Sozialismus, sondern die gesunde Mitte. Das würden viele Wähler gutheißen. Aber das bekommt Herr Pofalla nicht auf die Reihe (sowieso ist der weit entfernt davon, Unschlüssige für die CDU zu gewinnen…). Gefreut hat mich, dass in Köln Jürgen Rothers (SPD) gewonnen hat (s.o.: Zerstrittenheit der CDU), und in Aachen nach 20 Jahren SPD-OB Jürgen Linden der junge Marc Philipp (CDU) neuer OB geworden ist: Die Demokratie funktioniert prima.
[Nachtrag aus aktuellem Anlass am 3. Sept.:] Alle Achtung, Herr Althaus! Warum nicht gleich so?
Es war Labsal für die zuletzt doch stark maltretierte Psyche: Wir durften bei der Diplomfeier unseres Jüngsten dabeisein. Es ist ein schönes Gefühl, stolz auf die Leistung seines eigen Fleisch und Blut zu sein. Ein Lebensabschnitt ist zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen und mit einer Feier in der Stadthalle Köln-Mülheim gewürdigt worden. 350 frisch gebackene Diplomanden nahmen ihre Urkunde der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Empfang. Zum Abschluss sangen alle – selbstverständlich stehend – unsere Nationalhymne. Ich genieße solche Momente, weil ich selbst mein Abitur nicht feiern durfte; denn die “demokratische Mehrheit” hatte damals beschlossen, dieses alte Zeremoniell des “Establishments” über Bord zu werfen. Umso schöner finde ich persönlich, solch wichtige Wendepunkte im Leben mit dem verdienten Rahmen in Erinnerung zu halten.
Unser Jüngster ist damit einverstanden, dass ich hier unsere Freude darüber zum Ausdruck bringe, dass er heute seine dreijährige Ausbildung zum Stadtinspektoranwärter mit der Gesamtnote “Gut” abgeschlossen hat. Wir sind stolz auf seine mit viel Fleiß erarbeitete Leistung und gratulieren ihm von Herzen. Am kommenden Fr gibt es dann in Köln das Diplom zum Diplom-Verwaltungswirt (FH).
Sa: Entspannte Geburtstagsfeier beim Schwager mit netten Begegnungen.
So: Besuch vom langjährigen (36 J.) Studienfreund mit Ehefrau; die junge Familie kam auch; gemeinsam gegrillt (2. Mal erst in diesem Jahr!), bestes Wetter, schöner Sonntag!
“Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.”
“Wenn Hass’ und Neider dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen.”
“Wer viel macht, macht viele Fehler; wer wenig macht, macht wenig Fehler; wer nichts macht, macht keine Fehler; wer keine Fehler macht, wird befördert.”
So etwas ist mir schon länger nicht gelungen: Ich hab in den Ferien 3 dicke Bücher gelesen, die Trilogie von Cornelia Funke “Tintenherz”, “-blut” und “-tod”. Es hat mich gepackt, in die Tintenwelt von Mo, Meggie, Resa, Staubfinger und dem Schwarzen Prinzen einzutauchen. Nicht nur für ältere Kinder/Jugendliche: Empfehlenswert!
Nach der Woche mit Arbeit bis am Sa (mein Schatz musste bis 16:00 h im Kindergarten putzen!) mussten wir einfach nochmal weg. Trotz nicht so günstiger Wetterprognosen haben wir eine Tagestour nach Oostkapelle/NL gemacht. Es war ein toller Strandtag mit zuletzt 25°; das Wasser war 19° erfrischend kühl. Und lesen (Tintentod) konnte ich auch in Ruhe. Es war wie Urlaub.
Aus dem einwöchigen Holland-Urlaub zurück hat unser Jüngster heute bei seiner Ausbildungsstelle “Stadtverwaltung Würselen” erfahren, dass sich seine Arbeit gelohnt hat: Der Klausur-Marathon (s.u.) war erfolgreich, er hat bestanden. Jetzt kommt nur noch “die Mündliche” am 25.08., was aber nur noch Formsache sein dürfte, dann ist “unser Kleiner” ab 01.09.09 Stadtinspektor!
Das letzte Drittel der Ferien läuft, der Stundenplan gedeiht täglich und zuhause ist endlich die Flur-/Treppenhausrenovierung abgeschlossen. Meinen Tagesplan gestalte ich wie früher schon als Schüler: Morgens wird gearbeitet, ab Mittag ist “Feierabend”, dann wird gesonnt, geschlafen oder gedöst, gelesen (“Tintenblut” schaff ich noch in den Ferien!)… Das hab ich mir verdient und gönne es mir, so, basta!

