Archiv: Donnerstag, 12. Februar 2009
Was sich zur Zeit in meinem beruflichen Umfeld abspielt, treibt jedem vernünftigen Menschen, der meint, Demokratie verstanden zu haben, Wut, Enttäuschung und Unverständnis ins Hirn und Herz. Da wird auf der Grundlage eines noch nicht so alten Gesetzes von der Schulkonferenz das Recht wahrgenommen, den Nachfolger des Schulleiters zu wählen; das Gremium entscheidet sich gegen den (einzigen) Kandidaten. Darauf schlägt die Bezirksregierung diesen dennoch dem Schulträger, der Stadt, vor; hier beteuern die verantwortlichen Vertreter, die Entscheidung der Schulkonferenz mitzutragen, um in der entscheidenden Stadtratssitzung dann genau anders zu votieren. Was für eine Farce ist dieses Schulgesetz somit in der Praxis, was sind Politiker heute nur für unberechenbare und unzuverlässige Wesen. Für mich ist dieser Fall ein weiterer Tropfen in das Fass der Enttäuschung über diese Landesregierung und ihre ausführenden Organe. Ob es das Schulgesetz ist oder das Zentralabitur, das Kibiz und die Ganztagsbetreuung, nur Stümperwerk ohne zuende gedachte und vernünftig vorbereitete Gesetzgebung: die da unten machen das schon. Nein, meine lieben Politiker, nicht mit mir. Die nächste Wahl kommt bald.

