Archiv: Sonntag, 10. August 2008
Schon in der Antike waren die Menschen nicht besser als heute; aber immerhin herrschte für die Dauer der olympischen Spiele Waffenruhe. Heute nutzen Politiker den Zeitpunkt der Spiele, um im Schatten des öffentlichen Interesses einen Krieg zu beginnen, bei dem schon mindestens 2000 Menschen, meist Zivilisten, gestorben sind. Es geht einmal mehr um Erdöl, Geld, Macht, um Bush und Putin, im geringsten um ein kleines Land, das Selbstständigkeit von Georgien will. Interessant ist die vordergründige Widersprüchlichkeit Putins im Vergleich zu Tschetschenien; hier verweigert man die Autonomiebestrebungen, da (Südossetien) unterstützt man sie (aber in beiden Fällen geht es ja um russisches Territorium, das man einerseits verlieren, andererseits zurückgewinnen könnte).
Bei der Gelegenheit mein Kommentar zu Olympia in Peking: Die Spiele hätten gar nicht dorthin vergeben werden dürfen. Mein Interesse hält sich jedenfalls in Grenzen.

