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	<title>Kommentare zu: deutsch-t&#252;rkische Freundschaft</title>
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		<title>Von: Egi Laufen</title>
		<link>http://www.egilaufen.de/2008/02/09/deutsch-tuerkische-freundschaft/comment-page-1/#comment-461</link>
		<dc:creator>Egi Laufen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 14:56:54 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, lieber Richard, f&#252;r Deinen ausf&#252;hrlichen Kommentar; bisher habe ich meine o. angesprochene Aufforderung lediglich drei-/viermal angewendet und das gegen&#252;ber &quot;Erziehungsbed&#252;rftigen&quot;, die meine Aufforderung nicht als unh&#246;flich empfunden haben (der Ton macht die Musik!).

Sch&#246;n finde ich die heutige einm&#252;tige Emp&#246;rung unserer Politiker &#252;ber die Warnung des t&#252;rkischen Ministerpr&#228;sidenten seiner bei uns lebenden Landsleute, sich zu assimilieren, da Assimilierung ein Verbrechen sei. &quot;Ja wo sind wir denn!&quot; war u.a. der O-Ton des SPD-Abgeordneten Wiefelsp&#252;tz. Bravo!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, lieber Richard, f&#252;r Deinen ausf&#252;hrlichen Kommentar; bisher habe ich meine o. angesprochene Aufforderung lediglich drei-/viermal angewendet und das gegen&#252;ber &#8220;Erziehungsbed&#252;rftigen&#8221;, die meine Aufforderung nicht als unh&#246;flich empfunden haben (der Ton macht die Musik!).</p>
<p>Sch&#246;n finde ich die heutige einm&#252;tige Emp&#246;rung unserer Politiker &#252;ber die Warnung des t&#252;rkischen Ministerpr&#228;sidenten seiner bei uns lebenden Landsleute, sich zu assimilieren, da Assimilierung ein Verbrechen sei. &#8220;Ja wo sind wir denn!&#8221; war u.a. der O-Ton des SPD-Abgeordneten Wiefelsp&#252;tz. Bravo!</p>
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	<item>
		<title>Von: flitsch</title>
		<link>http://www.egilaufen.de/2008/02/09/deutsch-tuerkische-freundschaft/comment-page-1/#comment-460</link>
		<dc:creator>flitsch</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 13:28:24 +0000</pubDate>
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		<description>An Egi:
&quot;Ich habe kein Problem damit, Leute in meiner n&#228;chsten Umgebung aufzufordern Deutsch zu reden, vor allem wenn ich den Eindruck habe, dass sie mit ihrer (t&#252;rkischen) Muttersprache Heimlichtuerei betreiben.&quot;

Inwieweit so ein Eindruck tats&#228;chlich zutrifft, sei mal dahingestellt. Man macht es sich aber wohl etwas zu leicht, einfach von allen in Deutschland lebenden zu fordern (bzw. sie sogar pers&#246;nlich aufzufordern), st&#228;ndig deutsch zu sprechen. Ich bin zwar der Meinung, dass man, wenn man irgendwo &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum lebt, sich auch in der Landessprache verst&#228;ndigen k&#246;nnen sollte. Allerdings w&#252;rde ich f&#252;r mich selbst z.B. nicht garantieren, dass ich in England oder den USA mit einem deutschen Freund gerade Englisch sprechen w&#252;rde - obwohl ich keine besonderen Probleme mit der Sprache habe. Die Aufforderung eines Fremden, Englisch zu sprechen, w&#252;rde ich - vorsichtig ausgedr&#252;ckt - als nicht besonders h&#246;flich empfinden.

An Andreas J.:
&quot;Aber das kann man ja in Deutschland kaum noch laut sagen, ohne sofort als Ausl&#228;nderfeind deklariert zu werden.&quot;

Auf der anderen Seite kann man mit solchen Aussagen eben auch ausl&#228;nderfeindliche Behauptungen rechtfertigen bzw. mit gutem Gewissen fragw&#252;rdige Aussagen &#252;bernehmen, die man h&#228;tte kritisch hinterfragen sollen. Ganz interessant dazu ist eine Sendung vom HR2 [1].
Einer der beiden &quot;U-Bahn-Schl&#228;ger&quot; (Serkan A.) &quot;ist jedenfalls in Deutschland geboren und aufgewachsen&quot; [2] (f&#252;r den Griechen gilt m.W. das gleiche) - was machen wir also mit diesem T&#252;rken? Auch &quot;rauswerfen&quot;, weil er sich nicht dem ihm hier gebotenen (?) &quot;sozialen Luxus&quot; entsprechend verh&#228;lt?
Der Unsinn des &quot;Rauswerfens&quot; wird um so deutlicher, wenn man sich statt des Zusammenhangs zwischen Jugendgewalt und Ausl&#228;ndern (&quot;Jugendlichen mit Migrationshintergrund&quot;) den Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und Bildung anschaut [3]. Sp&#228;testens an der Stelle sollte man sich zu der Bemerkung &#252;ber den sozialen Luxus noch einmal Gedanken machen - insb. weil dort &quot;Ausl&#228;nder = Sozialschmarotzer&quot; anklingt.


[1] netzpolitik.org/2008/man-muss-es-doch-sagen-duerfen-die-rhetorik-des-rechten-salons
[2] 3xw.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/hass-verraet-den-hassenden
[3] 3xw.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/dumm-schlaegt-gut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Egi:<br />
&#8220;Ich habe kein Problem damit, Leute in meiner n&#228;chsten Umgebung aufzufordern Deutsch zu reden, vor allem wenn ich den Eindruck habe, dass sie mit ihrer (t&#252;rkischen) Muttersprache Heimlichtuerei betreiben.&#8221;</p>
<p>Inwieweit so ein Eindruck tats&#228;chlich zutrifft, sei mal dahingestellt. Man macht es sich aber wohl etwas zu leicht, einfach von allen in Deutschland lebenden zu fordern (bzw. sie sogar pers&#246;nlich aufzufordern), st&#228;ndig deutsch zu sprechen. Ich bin zwar der Meinung, dass man, wenn man irgendwo &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum lebt, sich auch in der Landessprache verst&#228;ndigen k&#246;nnen sollte. Allerdings w&#252;rde ich f&#252;r mich selbst z.B. nicht garantieren, dass ich in England oder den USA mit einem deutschen Freund gerade Englisch sprechen w&#252;rde &#8211; obwohl ich keine besonderen Probleme mit der Sprache habe. Die Aufforderung eines Fremden, Englisch zu sprechen, w&#252;rde ich &#8211; vorsichtig ausgedr&#252;ckt &#8211; als nicht besonders h&#246;flich empfinden.</p>
<p>An Andreas J.:<br />
&#8220;Aber das kann man ja in Deutschland kaum noch laut sagen, ohne sofort als Ausl&#228;nderfeind deklariert zu werden.&#8221;</p>
<p>Auf der anderen Seite kann man mit solchen Aussagen eben auch ausl&#228;nderfeindliche Behauptungen rechtfertigen bzw. mit gutem Gewissen fragw&#252;rdige Aussagen &#252;bernehmen, die man h&#228;tte kritisch hinterfragen sollen. Ganz interessant dazu ist eine Sendung vom HR2 [1].<br />
Einer der beiden &#8220;U-Bahn-Schl&#228;ger&#8221; (Serkan A.) &#8220;ist jedenfalls in Deutschland geboren und aufgewachsen&#8221; [2] (f&#252;r den Griechen gilt m.W. das gleiche) &#8211; was machen wir also mit diesem T&#252;rken? Auch &#8220;rauswerfen&#8221;, weil er sich nicht dem ihm hier gebotenen (?) &#8220;sozialen Luxus&#8221; entsprechend verh&#228;lt?<br />
Der Unsinn des &#8220;Rauswerfens&#8221; wird um so deutlicher, wenn man sich statt des Zusammenhangs zwischen Jugendgewalt und Ausl&#228;ndern (&#8220;Jugendlichen mit Migrationshintergrund&#8221;) den Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und Bildung anschaut [3]. Sp&#228;testens an der Stelle sollte man sich zu der Bemerkung &#252;ber den sozialen Luxus noch einmal Gedanken machen &#8211; insb. weil dort &#8220;Ausl&#228;nder = Sozialschmarotzer&#8221; anklingt.</p>
<p>[1] netzpolitik.org/2008/man-muss-es-doch-sagen-duerfen-die-rhetorik-des-rechten-salons<br />
[2] 3xw.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/hass-verraet-den-hassenden<br />
[3] 3xw.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/dumm-schlaegt-gut</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Andreas J.</title>
		<link>http://www.egilaufen.de/2008/02/09/deutsch-tuerkische-freundschaft/comment-page-1/#comment-459</link>
		<dc:creator>Andreas J.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 10:25:28 +0000</pubDate>
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		<description>Ich sehe das ganz genauso.
Das Problem, dass die Mitb&#252;rger t&#252;rkischer Herkunft schlecht integriert sind und sich im Allgemeinen oft in Deutschland benachteiligt f&#252;hlen, w&#228;re um ein Vielfaches einfacher zu l&#246;sen, wenn die Tatsache nicht die w&#228;re, dass man von allen Seiten als Ausl&#228;nderfeind angesehen wird, wenn man irgendetwas Negatives sagt.
Beispiel: V&#246;llig grundlos verpr&#252;gelter Feuerwehrmann in Ludwigshafen. Das ist negativ f&#252;r alle Seiten. Das ist tats&#228;chlich doch schon so weit, dass wenn sich irgendwelche Spinner, die es wohl unter T&#252;rken wie unter Deutschen gleicherma&#223;en gibt, t&#252;rkischer Herkunft irgendeinen Bockmist gelappt haben, alle direkt aufschreien, &quot;die ganzen T&#252;rken sind alle Verbrecher&quot;. Das schadet sowohl den restlichen Mitb&#252;rgern t&#252;rkischer Herkunft, die mit wirklichen Verbrechen immer schnell auf eine Stufe gestellt werden genauso wie den Deutschen, die schon durch berechtigte Kritik als Ausl&#228;nderfeinde dargestellt werden. Beispiel dazu ist die Sache mit dem verpr&#252;gelten Rentner. Ich wei&#223; nicht welcher Nation die beiden jugendlichen Verbrecher angeh&#246;ren, aber es ist in diesem Falle auch vollkommen egal. Wer nach Deutschland kommt und hier sozialen Luxus genie&#223;t, hat sich doch auch dementsprechend zu verhalten. Und wenn er das nicht tut, geh&#246;rt er eben nicht nach Deutschland.
Wenn man einen Gast bei sich im Haus hat, der mutwillig alles kaputtschl&#228;gt, w&#252;rde man ihn doch auch rauswerfen oder nicht. Aber das kann man ja in Deutschland kaum noch laut sagen, ohne sofort als Ausl&#228;nderfeind deklariert zu werden. Komischerweise in der Hauptsache von Deutschen, die nicht selten einer dreisten, dunkelroten Partei angeh&#246;ren, die sich mit v&#246;llig unzutreffendem Populismus - wie in diesem Beispiel - bis in den Bundestag &quot;verz&#228;llt&quot; haben.
Und genau auf diese Problematik wird wohl leider auch die (v&#246;llig berechtigte, ja sogar selbstverst&#228;ndliche) Diskussion &#252;ber die t&#252;rkischen Plakate in K&#246;ln und deren Zweck hinauslaufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe das ganz genauso.<br />
Das Problem, dass die Mitb&#252;rger t&#252;rkischer Herkunft schlecht integriert sind und sich im Allgemeinen oft in Deutschland benachteiligt f&#252;hlen, w&#228;re um ein Vielfaches einfacher zu l&#246;sen, wenn die Tatsache nicht die w&#228;re, dass man von allen Seiten als Ausl&#228;nderfeind angesehen wird, wenn man irgendetwas Negatives sagt.<br />
Beispiel: V&#246;llig grundlos verpr&#252;gelter Feuerwehrmann in Ludwigshafen. Das ist negativ f&#252;r alle Seiten. Das ist tats&#228;chlich doch schon so weit, dass wenn sich irgendwelche Spinner, die es wohl unter T&#252;rken wie unter Deutschen gleicherma&#223;en gibt, t&#252;rkischer Herkunft irgendeinen Bockmist gelappt haben, alle direkt aufschreien, &#8220;die ganzen T&#252;rken sind alle Verbrecher&#8221;. Das schadet sowohl den restlichen Mitb&#252;rgern t&#252;rkischer Herkunft, die mit wirklichen Verbrechen immer schnell auf eine Stufe gestellt werden genauso wie den Deutschen, die schon durch berechtigte Kritik als Ausl&#228;nderfeinde dargestellt werden. Beispiel dazu ist die Sache mit dem verpr&#252;gelten Rentner. Ich wei&#223; nicht welcher Nation die beiden jugendlichen Verbrecher angeh&#246;ren, aber es ist in diesem Falle auch vollkommen egal. Wer nach Deutschland kommt und hier sozialen Luxus genie&#223;t, hat sich doch auch dementsprechend zu verhalten. Und wenn er das nicht tut, geh&#246;rt er eben nicht nach Deutschland.<br />
Wenn man einen Gast bei sich im Haus hat, der mutwillig alles kaputtschl&#228;gt, w&#252;rde man ihn doch auch rauswerfen oder nicht. Aber das kann man ja in Deutschland kaum noch laut sagen, ohne sofort als Ausl&#228;nderfeind deklariert zu werden. Komischerweise in der Hauptsache von Deutschen, die nicht selten einer dreisten, dunkelroten Partei angeh&#246;ren, die sich mit v&#246;llig unzutreffendem Populismus &#8211; wie in diesem Beispiel &#8211; bis in den Bundestag &#8220;verz&#228;llt&#8221; haben.<br />
Und genau auf diese Problematik wird wohl leider auch die (v&#246;llig berechtigte, ja sogar selbstverst&#228;ndliche) Diskussion &#252;ber die t&#252;rkischen Plakate in K&#246;ln und deren Zweck hinauslaufen.</p>
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		<title>Von: Bizn</title>
		<link>http://www.egilaufen.de/2008/02/09/deutsch-tuerkische-freundschaft/comment-page-1/#comment-457</link>
		<dc:creator>Bizn</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 13:21:52 +0000</pubDate>
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		<description>Daumen hoch, bei meinen t&#228;glichen Stra&#223;enbahntouren durch D&#252;sseldorf f&#228;llt mir aber noch immer zu oft auf, dass die wenigsten ausl&#228;ndischen Mitb&#252;rger integriert sind /werden/werden wollen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daumen hoch, bei meinen t&#228;glichen Stra&#223;enbahntouren durch D&#252;sseldorf f&#228;llt mir aber noch immer zu oft auf, dass die wenigsten ausl&#228;ndischen Mitb&#252;rger integriert sind /werden/werden wollen&#8230;</p>
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