Archiv: Samstag, 9. Februar 2008
Sie wird immer wieder, auch in Politikerreden bemüht, viele Jugendliche in unserem Land erleben es ganz anders, auf beiden Seiten. Ich habe als Student bei den Glaswerken gejobt, da habe ich viele türkische Mitbürger kennen und schätzen gelernt; eine Sache habe ich nie vergessen: als ein Deutscher einen Türken in die Pause schicken wollte, sagte der Deutsche: “Du jetzt Pause machen!” Auf meine Bemerkung zu dem Deutschen, was er denn für ein Deutsch spräche, antwortete der Türke dankbar, er wolle vernünftig Deutsch lernen, aber so spräche man doch nicht, wie das der Kollege da mache. Inzwischen spricht die 3. und 4. Generation Türken in Deutschland schlechter Deutsch als ihre Väter und Großväter. Erwiesenermaßen ist es besonders für Türken schwer, Deutsch zu lernen. Das ihrige hat die jahrelange Multikultikuschel-Politik beigetragen. Ich erinnere mich auch noch daran, dass meine Frau als Erzieherin in einem Kindergarten kurz davor stand, Türkisch lernen zu sollen; da passierte der Anschlag vom 11.09.2001. Plötzlich wurde alles anders, jetzt wird “INTEGRATION” groß geschrieben, dazu gehört die Pflicht für Zuwanderer, Deutschkenntnisse nachzuweisen. Das ist der richtige Weg. Deshalb sollte es auch dabei bleiben, dass Deutsch Pflichtsprache in Kindergärten und Schulen bleibt. Und JEDER, der hier dauerhaft lebt, weil er die Vorzüge und Freiheiten unseres Gemeinwesens nutzen und leben will, sollte sich auch in unserer Landessprache verständlich machen können. Der türkische Ministerpräsident wäre gut beraten, wenn er seine Rede in Köln vor 20.000 Landsleuten auch auf Deutsch übersetzen ließe. Ich habe kein Problem damit, Leute in meiner nächsten Umgebung aufzufordern Deutsch zu reden, vor allem wenn ich den Eindruck habe, dass sie mit ihrer (türkischen) Muttersprache Heimlichtuerei betreiben.

