Archiv: Januar 2008
Die Entwicklung ist schon traurig, unabhängig von der persönlichen “Infektion” mit dem bacillus carnevalis: Heute habe ich eine Premiere erlebt, erstmals kein Karneval in der Schule, nicht einmal Kostüme waren erlaubt/gewünscht. Der Beschluss war eine (Trotz-)Reaktion auf den Erlass unserer tollen Frau Sommer, Fett-Do Unterricht zu machen und nicht etwa einen beweglichen Ferientag dorthin zu legen. Aber auch vor dem heutigen Tag gab es nicht eine Feier, Stufenfête oder ähnliches. Also hab ich schnellstens nach Unterrichtsende die Kurve gekratzt und bin nach Hause gefahren, ausnahmsweise mit Begleitmusik von WDR 4 (!), weil üblicherweise auf dem Kanal ausnahmslos Karnevalsmusik lief…, richtig: LIEF. Heutzutage gehört aber offensichtlich Partymucke von Chris Roberts, Udo Jürgens u.a. zu dieser Musikrichtung, ist schon seltsam, diese Entwicklung. Sogar unser Jüngster, kostümiert auf dem Aachener Markt, rief an und wollte abgeholt werden, weil von 10 Musikstücken nur eins ein Karnevalslied war, und er hatte sich so auf “richtigen Fastelovvend” gefreut. Satz mit “X”, war wohl nix. So geht Stück für Stück alles Mögliche verloren, was mal schön war.
Ich hab dann eine alte Tradition bei uns fortgesetzt und eine ganze Schüssel Quarkpüffelchen in siedendem Fett gebrutzelt, hmmm, lecker. Am Rosenmontag kütt dr Zoch bei ons vorbei, da bau ich dann wieder alles auf, Musik, Stehtische, Glühwein drauf (es soll ja schneien…), paar nette Leute dazu und ab jeht die Post, da simer dabei!
Was mich nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen wieder einmal beschäftigt, ist die Frage, was so einen wie Roland Koch eigentlich umtreibt. Egal welcher Parteizugehörigkeit, wer einmal die Macht hatte, gibt sie offensichtlich nicht mehr so schnell ab. Es muss also etwas dran sein an diesem Phänomen, etwas, das auch Menschen verändert, ihre früheren Prinzipien vergessen lässt oder sonst den Blick für die Wirklichkeit verstellt. Persönliche Eitelkeiten spielen wohl noch mit, Niederlagen werden nicht offen eingestanden. Geschweige “politischer Anstand” wäre noch eine Tugend. Wer 12% Wählerstimmen verloren hat und nur einen Zehntelprozentpunkt als “stärkste” Partei vorn liegt, sich dann als “mit klarem Wählervotum” zum Weiterregieren berufen fühlt, der ist schon sehr verwegen. Nicht viel besser gebärdet sich die andere Seite, tut so, als hätte sie haushoch gewonnen, einfach nur lächerlich!
An die Macht zu kommen, daran setzen “unsere” Politiker alles, das Wohl des Landes, das zu mehren sie nachher alle feierlich geloben – mit oder ohne Gottes Beistand – in ihrem Amtseid, das spielt überhaupt keine Rolle. Und das ist der Grund für die Politikerverdrossenheit; darum trauen sich immer weniger junge Leute, politisch aktiv zu werden in den Jugendorganisationen der Parteien; darum wählen immer mehr gar nicht oder äußerst dumm. Schade eigentlich!
Auch wenn die Anzeige eines Wiesbadener Nichtrauchervereins als überzogen kommentiert wird, muss klar sein, dass auch ein Helmut Schmidt, Altkanzler hin oder her, sich an das Gesetz zu halten hat. Als gut bezahlter Tabakhersteller-Lobbyist (er hält dort gern gehörte, bestens dotierte Vorträge u.a. gegen die “bösen EU-Kommissare”) und langjähriger Kettenraucher wird er sich erklärtermaßen das Rauchen nicht verbieten lassen; das aber darf er wie alle anderen Bürger unseres Landes nur für seinen Privatbereich reklamieren. Ansonsten wäre er ein schlechtes Vorbild, gerade als Altkanzler und damit Politiker.
Auf die engste Familie kann man sich verlassen; und Daniels Freund Martin ist ein echter Freund, während man das von denen des hauptbetroffenen Umziehers wohl nicht sagen kann. Sie haben nämlich ihre Zusage zu helfen ohne jede Rückmeldung nicht umgesetzt. Schade! Aber es hat auch so gut geklappt. Um halb zehn war ich mit dem Lkw (DANKE, liebe Ex-Ritzies Julia und Holger, ihr wisst schon wofür!) in Rurdorf, um 13:23 Uhr war alles aufgeladen. Nach einer kleinen Mittagspause mit leckerer Suppe von meinem Schatz gings ans Ausladen; 15:16 Uhr zeigte die Uhr, als das letzte Teil die Ladefläche verließ. DANKE nochmal an alle Helfer!!!
Ein guter Mann geht, wie es ja eigentlich der Lauf der Dinge bzw. der Welt ist. Aber leider wird man wohl so schnell keinen “Ersatz” für einen seiner Güteklasse finden. Vor allem seine Fähigkeit zu einen, hat mir sehr imponiert, ebenso sein mutiges Auftreten und Einstehen für SEINE Überzeugungen. Dass er damit der Obrigkeit (= dem Papst) nicht immer genehm war, fand ich ebenfalls sehr beeindruckend. Seine Bemühungen um die Ökumene fanden genauso meine Zustimmung wie seine Kommentare zu tagespolitischen Fragen.
Seinen kommenden Lebensabschnitt etwas ruhiger gestalten zu können, gönne ich ihm von Herzen. Hoffentlich finden unsere Bischöfe einen würdigen Nachfolger.
Wer sich kritisch mit dem Auftritt der Prinzessin/Fürstin aus Regensburg auseinandersetzen will, findet hier reichlich Lesestoff:
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/leben/artikel/775/110665/ bzw.
http://www.z-ac.de/content/view/233/3/
Einmal mehr kann ich mich voll und ganz dem Chefredakteur “meiner” Tageszeitung anschließen:
“Bernd Mathieu
Kommentar
Auf dem Bolzplatz
Achtung, jetzt spielt auch Peter Struck mit!
„Man schützt die hier lebenden Ausländer nicht, indem man Ausländerkriminalität totschweigt. Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell.“ Das Thema ist alt. Roland Koch hat es nicht erfunden. Die Schläger in der Münchener U-Bahn waren nicht die ersten ihrer Art. Seit Jahren wissen wir, dass Gewalt zunimmt. Jetzt kocht die Sache, weil Roland die Wahlkampfsuppe rührt. Aber an dem Thema können wir, ob mit oder ohne Koch, nicht vorbei!
Es ist Leichtsinn, dieses Thema auf dem Bolzplatz auszutragen. SPD-Fraktionschef Peter Struck hält da mühelos mit. Zitat: „Ich glaube, dass Roland Koch ja eigentlich von Herzen froh war, dass dieser schreckliche Vorfall in München in der U-Bahn passiert ist.“ Eine totale Entgleisung. Die Union fordert eine Entschuldigung, was Struck so kommentiert: „Die kann mich mal.“ Das hat Niveau! weiterlesen… »
Ziemlich genau um 15:00 h heute war das letzte Stück Laminat verlegt. Damit haben wir unser selbst gestecktes Ziel erreicht, am Ende der Ferien die Renovierungsarbeiten abgeschlossen zu haben. Innerhalb von 8 Tagen haben maximal 10 Leute (8mal Familie, 2mal Freunde/Bekannte) ein ganzes Haus tapeziert, Farbe gerollt, einen Fliesenspiegel angebracht und Laminat verlegt sowie geputzt. DANKE an die Helfer!

